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Geheimnisse der Kelten: Spannende Ausflugsziele im Saarland

Photography by Claus Brechenmacher & Reiner Baumann for Design Hotels™ – Made by Originals

Geheimnisse der Kelten: Spannende Ausflugsziele im Saarland, die auch Sie inspirieren werden

Zugegeben: Als kleinster deutscher Flächenstaat kann das Saarland nicht in Sachen Größe punkten. Wohl aber mit seinem Charme und seiner unverbrauchten Landschaft. Das wussten schon die Kelten, die sich vor rund 2.500 Jahren im Naturpark Saar-Hunsrück niederließen. Die steinernen Zeugen dieser Kultur beherbergt der Wald noch heute: So liegt etwa der berühmte keltische Ringwall in Otzenhausen, der die Region einst vor den Römern schützen sollte, nur wenige Kilometer von unserem Hause entfernt.

Das uralte Wissen der Kelten um Lebensrhythmen, Jahreszeiten, Naturrituale und Heilkräuter hat uns maßgeblich geprägt und findet sich in Wellness, Kulinarik, Architektur und Design der Seezeitlodge wieder. Genau deshalb präsentieren wir Ihnen heute ein gutes Dutzend interessanter Ausflugsziele im Saarland und wünschen Ihnen: Tauchen auch Sie tief in die regionale Historie ein, wandeln Sie auf den Spuren der Kelten und lassen Sie sich inspirieren!

Ausflüge in die Natur des Saarlandes: Balance finden und Kraft tanken 

Wie wir heute wissen, lebten die Kelten ganz im Einklang mit der Natur. Insbesondere der Wald war ihnen heilig. So war die göttliche Kraft für sie in jedem Baum, jeder Pflanze, jedem Stein oder Tier sicht- und spürbar. Warum sich also diese Kraftquelle nicht zunutze machen und sich – egal ob zu Fuß oder mit dem Rad – auf einen Ausflug in die herrliche Natur des Saarlandes begeben?

Geheimnisse der Kelten: Spannende Ausflugsziele im Saarland

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Wandern:

Einer der schönsten Wanderwege im Südwesten Deutschlands, der Saar-Hunsrück-Steig, führt auf insgesamt 410 Kilometern vom saarländischen Perl über Saar und Hunsrück bis nach Boppard im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Etappe 9 (von 27) verläuft dabei unter anderem über den Keltischen Ringwall.

Für Wanderer und Naturfreunde gibt es rund um den Saar-Hunsrück-Steig jedoch weit mehr zu entdecken: In der Region zwischen Mosel, Rhein, Saar und Nahe konzentriert sich ein dichtes Netz von 111 wahrlich traumhaften Premium-Wanderwegen: die Traumschleifen Saar-Hunsrück. Sechs davon verlaufen sogar direkt im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, zum Beispiel die Nationalpark-Traumschleife Dollbergschleife.

Auf dieser Tour erleben Sie die Geschichte der Kelten, aber auch der Eisenindustrie hautnah: Sie entdecken den Züscher Hammer, das größte Eisenhüttenwerk des Hunsrücks im 17. Jahrhundert, und den Keltischen Ringwall Otzenhausen auf dem Dollberg, eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Unterwegs passieren Sie zudem die Primstalsperre, das größte Trinkwasserreservoir in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. 

Weitere Informationen zum Saar-Hunsrück-Steig unter www.saar-hunsrueck-steig.de

Radfahren:

Sie träumen davon, einmal ein komplettes Bundesland mit dem Rad zu umrunden? Der Saarland-Radweg macht’s möglich! Er führt auf 350 Kilometern durch abwechslungsreiche Landschaften entlang der äußeren Landesgrenze. Damit bietet der ADFC-4-Sterne-Qualitätsradweg eine fantastische Gelegenheit, das Saarland, seine Natur und sein kulturelles Erbe zu erkunden.

Schon die erste Etappe startet im geschichtsträchtigen Sankt Wendeler Land bei Dörrenbach und führt auf rund 60 Kilometern bis zur Primstalsperre. Die Region gehört zum Naturpark Saar-Hunsrück und teilweise auch zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Hier haben Kelten und Römer besonders viele Spuren hinterlassen, sodass sich Abstecher zu den zahlreichen Kulturschätzen definitiv lohnen.

Geheimnisse der Kelten: Spannende Ausflugsziele im Saarland

Ebenfalls direkt an der Radstrecke befindet sich der Naturwildpark Freisen: Einige der „Heiligen Tiere“ der Kelten wie Hirsche, Adler, Rinder, Wildschweine und Widder sind hier ebenso zu Hause wie Murmeltiere, Waschbären und Steinböcke. Eine Besonderheit des Parks ist die Möglichkeit, mit den Tieren auf Tuchfühlung zu gehen, da viele davon frei im Gelände herumlaufen. Außerdem gibt es jeden Tag eine Greifvogelschau – nicht nur für Familien mit Kindern ein Muss.

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In der Nationalparkgemeinde Nohfelden befindet sich der größte Freizeitsee im Südwesten, über den wir bereits in einer anderen LieblingsGeschichte berichtet haben: der Bostalsee. Aber auch Nohfelden selbst ist einen Tagesausflug wert. Die Burg Veldenz im Zentrum stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gilt mit ihrem schon von Weitem sichtbaren Bergfried als Wahrzeichen des Ortes.

Auf dem Gipfel des Peterbergs bei Braunshausen angekommen, ist man dem Himmel gleich ein Stück näher: Hier befindet sich die Sternwarte Peterberg, das saarländische Mekka für Hobbyastronomen. Übrigens: Antike Quellen belegen, dass die Beobachtung von Sonne, Mond und Sternen schon bei den Kelten eine wichtige Rolle spielte. So zeigen archäologische Befunde zu frühkeltischen Grabanlagen, dass etwa Gräber und Kultanlagen ganz bewusst auf bestimmte Mondaufgangspunkte am Horizont ausgerichtet wurden. 

Nonnweiler, die nördlichste Gemeinde des Saarlandes, ist das Ziel der Radtour im Sankt Wendeler Land. Hier wartet ein kultureller Höhepunkt, der Keltische Ringwall Otzenhausen, über den wir weiter unten berichten wollen. Zuletzt empfiehlt sich auch noch eine Runde um die Talsperre Nonnweiler. Der ehemalige Trinkwassersee wird gerne als saarländischer Fjord bezeichnet und gilt ebenfalls als Ort zum Kräfte tanken, da er eine besondere Ruhe ausstrahlt. 

Alle Infos unter www.adfc-radtourismus.de/saarland-radweg 

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Ausflüge in die saarländische Geschichte: Das Erbe der Kelten entdecken

Der Keltische Ringwall Otzenhausen ist sicher eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Erbaut im ersten Jahrhundert vor Christus, zeugen noch heute zehn Meter hohe Mauern von dem monumentalen Denkmal. Ständige Ausgrabungen, regelmäßige Gästeführungen, Workshops und archäologische Seminare laden zu einem Besuch nach Otzenhausen ein.

Am Fuße des Keltischen Ringwalls entsteht der Keltenpark Otzenhausen. Derzeit besteht der Keltenpark aus einer Naturbühne sowie dem im Mai 2016 eröffneten Keltendorf. In den kommenden Jahren soll ein Besucherzentrum mit Infrastruktur für Ausstellungen und Gastronomie folgen. Der Keltenpark ist gleichzeitig das saarländische Eingangstor zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Weitere Infos unter www.keltenpark-otzenhausen.de. 

Auf den Spuren der Kelten kann man auch an der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland wandeln: Ganz in der Nähe des französischen Örtchens Neunkirchen-lès-Bouzonville findet man das Keltenhaus der Gemeinde Rehlingen-Siersburg. Tief im Wald an historischer Stätte wurde 2003 im Rahmen zweier Jugendprojekte der Nachbau einer Keltensiedlung begonnen. Es handelt sich dabei um ein keltisches Wohnhaus aus Holz, Reet, Stroh und Lehm, wie es eine nicht gerade ärmliche Familie in der Zeit um 300 v. Chr. ihr Eigen genannt haben mag. Am 1. Mai jeden Jahres wird an diesem Ort das keltische Frühlingsfest Beltane gefeiert – ein ideales Ausflugsziel an durchaus authentischem Standort: Nur wenige Hundert Meter entfernt liegen im Wald verborgen zwölf keltische Hügelgräber.

In den Jahren 1830, 1851 und 1866 wurden auch in Weiskirchen drei Großgrabhügel mit reichen, frühkeltischen Kriegerbestattungen gefunden. Mit der Ausstattung an Grabbeigaben etruskischer Importgefäße und Kunsterzeugnisse gehört Weiskirchen zu den prominentesten Fundorten der keltischen Archäologie. Die Ausstellung im Haus des Gastes zeigt die prächtigen Funde aus den frühkeltischen Gräbern von Weiskirchen als hochwertige Repliken und macht Kulturgeschichte erlebbar. Zu sehen sind Importgefäße, Prunkwaffen und Trachtzubehör, gestalterisch und technisch herausragende Schöpfungen frühkeltischen Handwerks, unter Verwendung von Gold, Koralle und Bernstein. Mehr: www.weiskirchen-saarschleifenland.de/Sehen-Erleben/Ausflugsziele/Weiskircher-Prunkgraeber 

Von einer Renaissance altkeltischer Bestattungssitten in römischer Zeit zeugen zwei monumentale Grabhügel aus dem 2. Jahrhundert bei Oberlöstern, einem Ortsteil von Wadern. Ferner gibt es hier einen keltischen und einen römischen Adelsfriedhof, mehrere Hügelgräberfelder, einen römischen Tempel sowie eine Villenanlage zu sehen. Ein Rundweg mit herrlichen Ausblicken entführt den Besucher in eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Alle Infos: www.wadern-saarschleifenland.de/Sehen-Erleben/Unsere-Ausflugsziele/Gallo-roemische-Monumentalgrabhuegel

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Ausflüge ins Museum:
Keltische Kultur im Saarland hautnah erleben

Wenn das Wetter nicht zu einem Ausflug ins Freie einlädt, Sie aber nicht auf Ihre Zeitreise in die Ära der Kelten verzichten möchten, lohnt ein Besuch im Museum. Zu den bedeutendsten historischen Museen der Region zählt das Museum für Vor- und Frühgeschichte Saarbrücken. Sein Spektrum reicht vom steinzeitlichen Faustkeil über Zeugnisse der Kelten und Römer bis hin zu mittelalterlichen Scheibenfibeln aus Gold und Edelsteinen. Ein Highlight der Dauerausstellung bildet der Schatz aus dem keltischen Fürstinnengrab von Reinheim (siehe weiter unten), einer der kostbarsten Funde dieser Art in Deutschland. Geschaffen um 370 v. Chr., umfasst er meisterhaft verzierten Goldschmuck und zahlreiche weitere kostbare Beigaben aus Bernstein und Bronze. Infos: www.kulturbesitz.de/museen/museum-fuer-vor-und-fruehgeschichte.html

Auch im Theulegium – Kulturhistorisches Museum des Schaumberger Landes zu Tholey wird das reiche Erbe der Vor- und Frühgeschichte anhand von Informationstafeln und ausgesuchten Originalexponaten verdeutlicht. Von der Steinzeit über die Bronzezeit führt der Weg zu den Kelten, über deren Hinterlassenschaften in der Region Karten informieren. Außerdem werden ein Tempelbezirk, Gräber und Funde aus dem römischen Tholey und dem Wareswald vorgestellt, während eine Vitrine Neufunde der aktuellen Grabungen zeigt. 

Im Wortsinne „Geschichte zum Anfassen“ bietet der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen. Hier haben Besucher die Möglichkeit, Archäologen bei ihrer Arbeit zu beobachten und sogar selbst mitzugraben. Seit 1987 werden in dem Archäologiepark die Reste einer römischen Villa auf der deutschen Seite und seit 1971 eine gallo-römische Kleinstadtsiedlung inklusive Thermenanlage auf der französischen Seite freigelegt. Das Museum Jean Schaub in Reinheim zeigt in einer Ausstellung zahlreiche Funde aus der nahen Umgebung des Parks. Einzigartig ist die Nachbildung der hier entdeckten Grabhügel, darunter das Grab einer keltischen Fürstin. Dieses wurde rekonstruiert und für Besucher zugänglich gemacht.

Fazit

Zeugnisse keltischen Lebens im Saarland finden sich längst nicht nur im Museum wieder. Noch viel mehr antike Sehenswürdigkeiten gibt es mitten in der Natur zu entdecken, die zu einer Zeitreise in die gallo-römische Epoche einladen: 2.000 Jahre alte Villen und Herrenhäuser lassen noch heute ihre einstige Pracht erahnen, während Tempel und Grabanlagen in die Mythologie und Glaubenswelt der Antike entführen. Manche Hinterlassenschaften beflügeln nurmehr als Ruinen die Fantasie, andere sind so gut erhalten, dass man sich regelrecht in die Vergangenheit versetzt fühlt. Somit bietet das Saarland die einmalige Gelegenheit, selbst mit einem Ausflug in die nähere Umgebung ganz weit in die Ferne zu reisen. 

Kleiner Tipp von uns: Mit der Saarland Card genießen Sie freien Eintritt zu mehr als 85 Ausflugszielen sowie freie Fahrt mit Bus und Bahn im Saarland. Reisende, die mindestens zwei Übernachtungen in der Seezeitlodge buchen, bekommen die Saarland Card von uns gratis.