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Das sollten Sie gesehen haben: Ideen & Inspiration für Ihren Ausflug an die Mosel

Das sollten Sie gesehen haben:
Ideen & Inspiration für Ihren Ausflug an die Mosel

Ob für einen kurzen Abstecher auf der Durchreise oder eine ausgedehnte Erkundungstour: Als eines der bekanntesten und beliebtesten Reiseziele in Deutschland ist die Moselregion immer einen Besuch wert. Kein Wunder – gibt es hier doch nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch romantisch ins Flusstal gebettete Ortschaften sowie nicht zuletzt unzählige Sehenswürdigkeiten, die Geschichte atmen.

Weil da die Auswahl naturgemäß schwerfällt, haben wir im Folgenden die schönsten Ausflugsziele an der Mosel sowie einige Geheimtipps für Sie zusammengestellt. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren!

Die Mosel: Ein erster Überblick

Die Mosel selbst ist nicht nur der größte Nebenfluss des Rheins, sondern auch eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Republik. Sie entspringt in Lothringen in Frankreich und mündet nach 544 Kilometern über viele Biegungen und Schleifen, die sogenannten Mäander, am Deutschen Eck bei Koblenz in den Rhein. 

Schon im Mittelalter diente die Mosel als Transport- und Reiseweg. Heute werden hier neben Urlaubern und Touristen vor allem Kohle, Erze sowie landwirtschaftliche Produkte transportiert. Dies ermöglichen seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Schleusen und insgesamt 28 Staustufen – davon 16 in Frankreich, zwei in Luxemburg und zehn in Deutschland. Während dieser Zeit wurde auch das Flussbett so ausgebaut, dass die Fahrrinne 40 Meter Breite und drei Meter Tiefe nie unterschreitet.

Die mit 16,64 Metern tiefste Stelle der Mosel befindet sich übrigens bei Flusskilometer 106, zwischen Traben-Trarbach und Enkirch. Vom Baden in der Mosel muss allerdings abgeraten werden, denn Strömungen und die Sogwirkungen der Schiffe können selbst für geübte Schwimmer lebensgefährlich werden. 

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Idee #1: Moselstädte besuchen

Einer der populärsten Urlaubsorte mit Besuchern aus aller Welt ist zweifellos Bernkastel-Kues mit seiner malerischen Altstadt. Hier kann man nicht nur in einer der gemütlichen Weinstuben einkehren, sondern auch zu Fuß, mit dem Rad oder per Schiff zu weiteren Erkundungstouren der Region aufbrechen. 

Mindestens ebenso beliebt ist Cochem. Der 5.000-Einwohner-Ort lockt nicht nur mit der größten Höhenburg an der Mosel, der Reichsburg, wo jedes Jahr diverse Veranstaltungen wie beispielsweise mittelalterliche Burgfeste stattfinden. Auch eine Fahrt mit der Sesselbahn zum Pinnerkreuz lohnt sich, denn von hier oben genießt man einen wunderbaren Ausblick über das gesamte Umland.

Trier gilt als die älteste Stadt Deutschlands und ist unbestritten einer der schönsten Orte an der Mosel. Die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Schätzen wie etwa der Dom, die erste Bischofskirche im Land, oder die weltberühmte Porta Nigra. Allein neun Weltkulturerbestätten gibt es hier. 

Tipp für Sie: Viele Ausflugsmöglichkeiten bietet auch der romantische Weinort Leiwen, idyllisch gelegen im malerischen Moseltal. Er ist zum Beispiel ein idealer Ausgangspunkt – egal ob mit dem Auto, per Drahtesel oder an Bord eines Schiffes – für einen Besuch in Trier oder Bernkastel-Kues.

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Idee #2: Weitere Orte und Sehenswürdigkeiten an der Mosel erkunden

Als staatlich anerkannter Erholungsort gilt Pünderich. Kleine, bezaubernde Gassen und alte Fachwerkhäuser bieten fantastische Motive für Hobbyfotografen. Zudem sind an der Mosel noch Teile einer alten Gierseilfähre zu finden. Und für alle, die gerne hoch hinaus wollen: Vom Prinzenkopfturm bei Pünderich aus bietet sich ein einzigartiger Blick auf die Moselschleife sowie auf historische Eisenbahn-Architektur. 

Übrigens: Weitere sehenswerte Aussichtstürme gibt es zum Beispiel bei Detzem, auf dem Grainskopf in den Wehlener Wäldern oder – Achtung, Geheimtipp! – am Aussichtspunkt an der Paulskirche in Lieser. 

Doch natürlich ist die Moselregion nicht nur für atemberaubende Landschaften, sondern auch für ihre mittelalterlichen Burgen bekannt, die über selbigen thronen. Hier sind neben vielen anderen die Burg Landshut in Bernkastel, die Burg Thurant in Alken sowie die Burg Eltz zu nennen.

Zell an der Mosel ist die Heimat der Zeller Schwarzen Katz, eines der bekanntesten Weine in Deutschland. Das namensgebende Tier stellt ein beliebtes Motiv für Fotografen dar und ist deshalb relativ oft in Zell zu finden. Mehrere Klettersteige bieten tolle Aussichten und viel Abwechslung für Sportler und Bewegungshungrige. 

Nur drei Kilometer von Bernkastel entfernt befindet sich Lieser. In dem malerischen Winzerdorf war einst schon Kaiser Wilhelm zu Gast, und Thurn und Taxis hatten hier ihre Poststation. Eingebettet in die steilen Schiefer-Weinberge des Moseltals, trifft in Lieser kulturelles Leben auf leckeren Wein und ein sehenswertes Schloss. 

In Piesport, dem größten Weinbauort im Anbaugebiet Mosel, wiederum haben es sich schon die alten Römer gut gehen lassen. Dies beweist unter anderem die Steillage Piesporter Goldtröpfchen, an der die größte römische Kelteranlage nördlich der Alpen gefunden wurde. 

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Idee #3: Moselwinzer besuchen und Moselweine probieren

A propos Wein: Natürlich reiht sich an der Mosel, dem größten Rieslinggebiet Deutschlands, ein bekannter Weinort an den anderen. Mehr als 4.000 Weinbaubetriebe bewirtschaften hier knapp 9.000 Hektar bestockte Rebfläche. Rund 42 Prozent der Rebflächen zählen zu den berühmten Steillagen mit über 30 Prozent Steigung. Der Weißweinanteil beträgt 90,4 Prozent. Während an der Obermosel auf Muschelkalkboden hauptsächlich Burgunderweine und Elbling angebaut werden, wächst der Wein der Mittel- und Untermosel auf Schieferböden. So werden hier neben dem Riesling noch Müller-Thurgau bzw. Rivaner sowie etwas Kerner und Elbling angebaut 

Wer sich von Herkunft und Geschmack der Moselweine selbst überzeugen möchte, der kann beispielsweise das Weingut Bauer in Mülheim/Mosel besuchen. Der traditionsreiche Familienbetrieb bewirtschaftet weltberühmte Lagen wie den Eliesenberg und die Sonnenlay in Mühlheim oder den Brauneberger Juffer. So lässt sich die Kunst des Weinbaus in der Familie schon 300 Jahre zurückverfolgen. Bei einer abendlichen Weinverkostung im 1832 errichteten Elisenhäuschen sind ganz besondere Ausblicke zu erleben: Hoch über dem Veldenzer Elisenberg gelegen, entfaltet sich ein wahres Weinberg-Panorama. 

In der Tradition von acht Generationen produziert das Weingut Markus Molitor in Bernkastel-Wehlen Mosel-Rieslinge, wie sie die Region zu Weltruhm führten – lagentypisch, unverwechselbar und extrem lagerfähig. Der Sitz des Weinguts liegt inmitten des Wehlener Klosterbergs und ist, mit viel Liebe zum Detail, historischen und modernen Materialien, ein architektonisches Highlight unter den Weingütern an der Mosel. So wurde es unter anderem mit dem „Architekturpreis Wein 2013“ ausgezeichnet. Die Vinothek ist für spontane Besuche montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Wochenende sowie an Feiertagen nach Terminvereinbarung.

Die Familientradition des Weinguts Thanisch in Lieser reicht nachweislich bis in das Jahr 1648 zurück. Der Weinbergsbesitz erstreckt sich über die besten Steillagen der Mittelmosel. In der hauseigenen Probierstube kann man Weine verkosten und bei einem Rundgang durch die Kellergewölbe sein Wissen rund um den Wein und seine Entstehungsgeschichte vertiefen.

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Idee #4: Hausgemachtes von der Mosel genießen

Wer den traditionellen Gemüse-und Obstanbau zu schätzen weiß, der findet in Erden/Mosel einen Hofladen mit einer großen Auswahl aus eigener Produktion, aber auch Produkte von regionalen Erzeugern sowie Importwaren. Die hohe und gleichbleibende Qualität der Produkte bei vergleichsweise günstigen Preisen steht für den Familienbetrieb im Vordergrund. 

Ebenfalls Gemüse und Obst aus kontrolliertem Anbau, aber auch Blumen sowie Fleisch von Highland-Rindern gibt es auf dem Cusanus Hofgut in Bernkastel-Kues, oberhalb des Ortsteils Kues. Das Besondere hier: Die Produkte werden von behinderten Menschen angebaut, die auf dem Hof lernen, selbstständig zu leben. Es gibt einen Hofladen, wo die produzierten Waren zu sehr günstigen Preisen verkauft werden, sowie einen Reiterhof und eine Schreinerei.

Aus dem „Rubin der Mosel“, dem roten Weinbergpfirsich, wird in der Historischen Marmeladen- und Genussmanufaktur in Ellenz-Poltersdorf  nach traditioneller Art Pfirsichmarmelade hergestellt. Doch nicht nur das: Auch Weinbergpfirsichlikör, Klarer, hausgemachter Senf und vieles mehr lassen sich hier verkosten. Verschiedene Gelees, Fruchtaufstriche, eingelegte Früchte, Balsam- und Fruchtessige, Öle, Liköre, Brände, Bruschettas und Pestos runden das appetitliche Angebot ab. 

Handwerklich hergestellte Essige und Feinkost von der Mosel bietet die Essigmanufaktur Hoffmann in Winningen an der Mosel. Herzstück ist ein liebevoll renoviertes Haus aus dem 17. Jahrhundert am Weinhof, mitten im historischen Ortskern. Von hier erfolgen Verkauf und Versand der Köstlichkeiten. In Barriquefässern und Edelstahltanks bekommen Wein-, Kräuter- und Balsamessige lange Zeit zum Reifen. Das Sortiment wird durch Chutneys und Fruchtaufstriche erweitert. Dabei verzichtet das Ehepaar Hoffmann in der Herstellung komplett auf Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Stabilisatoren. Obst, Gemüse und Kräuter werden von kleinen, regionalen Erzeugern bezogen oder stammen aus eigenem Anbau. 

Der Ursprung der historischen Senfmühle in Cochem reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Damit zählt sie zu den ältesten Senfmühlen in Europa. Ziel ist es, Senf so herzustellen, wie es dem Baujahr der Senfmühlen entspricht. Als Grundlage für den Gourmet-Senf dienen zwei Original-Rezepte aus dem 15. Jahrhundert und von 1820. Für das Kaltmahlverfahren dreht sich ein 525 Kilogramm schwerer Mühlstein auf einem ruhenden. So bleibt der wertvolle Gehalt des Senfkorns, mit allen ätherischen Ölen und natürlichen Inhaltsstoffen, vollwertig erhalten. 

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Idee #5: Feste feiern und mehr erleben an der Mosel

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Cochem befindet sich der Wein- und Ferienort Ernst. Das Dorf und seine Umgebung laden zu Aktivitäten wie Wandern, Fahrrad- oder Kanufahren, aber auch zum Verweilen in einem der vielen Weingüter und Straußwirtschaften ein. Zudem finden hier überregional bekannte Feste statt, darunter das traditionelle Weinfest am vorletzten Wochenende im August. 

Mitten im windungsreichsten Teil des Mosellaufs, umgeben von rebenbewachsenen Hängen, liegt das Weindorf Kröv. Alte Wein- und Klosterhöfe, aber auch Fachwerkhäuser sowie zahlreiche Funde aus der Römerzeit bezeugen hier noch heute die jahrhundertealte Weinbaukultur. Besonders in den Sommermonaten finden hier viele Top-Events statt – vom Internationalen Trachtentreffen über das Traktoren- und Bulldog-Treffen bis hin zum Straßenfest „Spass auf der Gass“.

Der Dachstuhl der katholischen Kirche in Reil beherbergt rund 4.000 seltene Fledermäuse. Schon zweimal feierte der Ort deshalb ein Fledermausfestival. Abwechslung bieten aber auch Wein-, Straßenwein-, Winzer- und Hoffeste an den Wochenenden sowie die weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Moto-Cross-Veranstaltung auf dem „Heißen Stein“. Einzigartig ist Deutschlands längstes Hangviadukt – ein Stück Eisenbahngeschichte, das sich vom hiesigen Aussichtspunkt aus ideal betrachten lässt. 

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Fazit

Falls Sie sich fragen, wann die beste Zeit für Ihren Ausflug an die Mosel ist: Ob Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter – die Mosel ist zu wirklich jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Weinfreunde und Genießer (siehe Idee #3 und Idee #4) wählen vielleicht den Spätsommer für einen Kurztrip, wenn an der Mosel die Erntezeit, die sogenannte Wein- oder Traubenlese, beginnt. Zu dieser Zeit feiern zudem viele Orte traditionell ihre Weinfeste (siehe Idee #5) und laden zur Verkostung ihrer leckeren Tröpfchen ein.

Wer es lieber aktiv mag, der sollte im späten Frühjahr kommen, wenn es nicht nur überall entlang der Mosel (siehe Idee #2), sondern auch in den Städten (siehe Idee #1) herrlich grünt und blüht. Dies ist die beste Zeit für Ausflüge per Fahrrad, Boot oder Schiff sowie fürs Wandern durch die Weinberge und Wälder der Region.

Unser Tipp: Sollten Sie Ihren Urlaub inklusive Mosel-Erlebnis im Spätsommer planen, empfehlen wir Ihnen, frühzeitig zu reservieren – wenn möglich, schon im Vorjahr.

Übrigens: Für alle, die eine Erkundungstour in die nähere Umgebung planen: Die besten Tipps für Freizeitaktivitäten rund um den Bostalsee finden Sie hier.